Ich habe auf meinem Blog menschenportraits.de die Geschichte von Bernd Ihlefeldt veröffentlicht, der mit 49 Jahren an Krebs gestorben ist. Im Gespräch mit seiner Frau Heike kamen mir öfter die Tränen – zu berührend war es zu spüren, wie stark die Verbindung zwischen beiden war und wie schwer es für sie ist, loszulassen. Und doch muss Heike genau das tun, um ihr eigenes Leben weiterzuleben. Umso mehr habe ich mich gefreut, als sie mir sagte: „Der Text hilft mir, meinen eigenen Weg weiterzugehen. Jetzt habe ich keine Angst mehr davor, Bernd zu vergessen, denn ich brauche nur diesen Text hervorzuholen, dann ist er wieder bei mir.“

Hier ein Textauszug:

Bernd Ihlefeldt wollte ein schönes Leben. „Leg doch mal Geld für die Steuern zurück“, sagte Heike oft. „Nee, lass uns lieber eine Motorradreise machen!“ Bernd sorgte sich nicht um die Zukunft, sondern vertraute stattdessen auf das Glück. Dafür liebten ihn seine Frau, Familie und Freunde.

„Hier soll einmal meine Asche verstreut werden.“ Bernd Ihlefeldt liegt im Gras des Monte Baldo in Italien mit dem Gesicht in der Sonne als er das sagt. Mit geschlossenen Augen, seine Beine mit den schweren Motorradstiefeln wie ein V vor sich ausgestreckt, genießt er jede Sekunde dieses Augenblicks. Es ist seltsam, dass er jetzt an den Tod denken muss. Er, der das Leben so liebt.

Bernd wurde am 5.6.1968 in Leipzig geboren. Schon früh folgt er lieber seinem Bauchgefühl, statt Dinge zu tun, die andere ihm vorgeben. Wenn er wieder einmal aus dem Kindergarten verschwindet, ohne dass es jemand merkt, dann weil er in diesem Moment eben lieber zuhause sein möchte. Es ist wichtig für ihn, dass er genau das macht, was ihm guttut. 

Das komplette Portrait findet ihr auf www.menschenportraits.de

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